Afe-turm - Abriss Und Sprengung

Am 8. Juli 2013 wurde mit dem Abriss begonnen, der zehn bis zwölf Monate dauern sollte. Zunächst sollte eine auf zwei Monate angesetzte komplette Räumung und Entkernung erfolgen. Danach sollte bis zu einer Höhe von 30 Metern die schrittweise Abtragung mittels Kleinbagger erfolgen. Der verbliebene Rest des Baus sollte schließlich mit Longfrontbaggern vom Boden aus abgebrochen werden.Im Dezember 2013 wurde bekannt, dass die Eigentümerin, die ABG Frankfurt Holding, entgegen den ursprünglichen Verlautbarungen eine Sprengung anstrebte, nachdem die Entkernung und die Schadstoffsanierung abgeschlossen waren. Grund für diese Planungsänderung waren Beschwerden der Anwohner über den langwierigen Abbruch. Anfang Januar 2014 wurde bei der städtischen Bauaufsicht ein Antrag auf Sprengung gestellt. Die Bauaufsicht genehmigte die Sprengung wenige Wochen später. Terminiert wurde sie für den 2. Februar 2014, als Ersatztermin wurde der 16. Februar festgesetzt. Für die Sprengung wurde um das Gebäude eine Schutzzone mit einem Radius von 135 Metern ausgewiesen, welche am Tag der Sprengung von der Polizei und vom THW geräumt wurde. Die Straßen wurden im Umkreis von 250 Metern gesperrt. Bewohner außerhalb der Schutzzone im abgesperrten Bereich wurden aufgefordert, innenliegende Räume aufzusuchen. Angrenzende Bauwerke wurden im Vorfeld eingerüstet und mit Planen abgedeckt. Der Verkehr auf Teilen der U-Bahn-Strecke D und der angrenzenden Straßenbahnstrecke wurde während der Sprengung eingestellt. Die Polizei erwartete rund 40.000 Schaulustige.Ursprünglich sollte die Sprengung vom Dach des naheliegenden Hotels Westend Gate ausgelöst werden, jedoch scheiterte dieses Vorgehen an der vom Eigentümer Marriott geforderten Aufwandsentschädigung. Die Sprengung erfolgte schließlich von der Senckenberganlage.Für die Sprengung wurden 950 kg Sprengstoff verlegt, der in 1400 Bohrlöcher gefüllt wurde. Das Sprengunternehmen wurde dabei von Sprengberechtigten des THW und der Bundeswehr unterstützt.Bei der Sprengung wurde zunächst das Betonskelett um den Gebäudekern zu Fall gebracht. Wenige Sekunden später wurde der Gebäudekern durch zwei Sprengungen im 5. und 17. Stockwerk getrennt, so dass der obere, größere Teil in Richtung Süden, der untere in Richtung Norden fiel. Wassertanks mit insgesamt 25.000 Litern Wasser verminderten die Staubentwicklung. Der AfE-Turm war das höchste Gebäude, das bisher in Europa gesprengt wurde.Die Fernsehsender hr-fernsehen, n-tv und N24 übertrugen die Sprengung live.Am 19. März 2014 explodierte eine nicht gezündete Sprengladung auf dem Gelände, die bei Abtragungsarbeiten ausgelöst wurde. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand, der betreffende Baggerfahrer und ein weiterer Arbeiter erlitten jedoch einen Schock. Durch die umherfliegenden Betonteile wurden drei auf der Senckenberganlage fahrende Autos und der Bagger selbst beschädigt. Videos von der Sprengung Bilder von der Sprengung


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