Byzantinischer Fehler - Herkunft Der Bezeichnung

Das Adjektiv byzantinisch bezieht sich auf das Problem der byzantinischen Generäle. Einer Legende nach hatten osmanische Generäle, die im Jahr 1453 n. Chr. Konstantinopel belagerten, ein Kommunikationsproblem. Wegen der starken Befestigung Konstantinopels war es notwendig, dass die Generäle mit ihren Truppen die Stadt gleichzeitig aus verschiedenen Richtungen angriffen. Die Generäle konnten über Boten miteinander kommunizieren. Allerdings intrigierten einige der Generäle gegen andere. Ihr Ziel war es, ihre Konkurrenten beim Sultan in Misskredit zu bringen – beispielsweise dadurch, dass sie die anderen durch geschickt gestreute Fehlinformationen zu einem verfrühten Angriff treiben wollten. Keiner der Generäle wusste nun, welche Information authentisch war und wem sie vertrauen konnten. Es geht also um ein Problem der Übereinkunft, welches darin besteht, dass die Heerführer einstimmig beschließen müssen, ob sie angreifen oder nicht. Kompliziert wird das Problem durch die räumliche Trennung der Befehlshaber; sie müssen also Boten hin- und herschicken. Außerdem kommt die Möglichkeit hinzu, dass sich unter den Generälen Verräter befinden können, die an die anderen Generäle absichtlich irreführende Informationen schicken können. Mathematisch zeigte sich, dass die loyalen Generäle unter diesen Voraussetzungen nur dann eine Einigungschance haben, wenn der Anteil der Intriganten kleiner als ein Drittel ist. Somit gab es insbesondere bei drei Generälen, von denen einer ein Intrigant ist, keine Lösung – jedenfalls nicht mit Hilfe klassischer Kommunikationsmethoden wie Boten.


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