Cross-compiler - Typische Einsatzbereiche

Cross-Compiler werden aus verschiedenen Gründen benötigt und eingesetzt: Mit ihnen kann ein Betriebssystem, ein Programm oder auch der Compiler selbst auf eine neue Hardwareplattform portiert werden, auf der das Betriebssystem oder der Compiler bisher noch nicht verfügbar war. Es lassen sich mit ihnen Programme für eingebettete Systeme erstellen, die nicht über die notwendigen Ressourcen verfügen, um selbst einen Compiler auszuführen (z. B., wenn diese Systeme zu wenig Arbeitsspeicher haben oder keine Festplatte besitzen). Sie können auf schnellen Systemen laufen und für langsamere Systeme Kompilate erzeugen. Dadurch kann unter Umständen sehr viel Zeit gespart werden. Gerade bei eingebetteten Systemen werden häufig vergleichsweise langsame Prozessoren verwendet, die Stunden benötigen würden, um ein gewünschtes Programm zu erzeugen, während ein aktueller Server als Hostplattform diese Arbeit eventuell in wenigen Minuten erledigen kann. Sie können auf einem Integrationsserver Kompilate, z. B. Nightly Builds, für verschiedene Zielplattformen erzeugen. Die Entwicklung kann komfortabler, z. B. mittels einer IDE, auf einem System vollzogen werden, siehe z. B. cc65 für den Commodore 64. Viele Hersteller von Prozessoren für eingebettete Systeme liefern ihren Kunden entsprechende Target-Compiler mit, meist für die Programmiersprache C und lauffähig auf einem oder mehreren gängigen Betriebssystemen.


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