Dienstgrade Der Bundeswehr - Anrede

Soldaten werden formal meist mit ihrem Dienstgrad angeredet und gegrüßt.

Anrede der Heeres- und Luftwaffenuniformträger

Soldaten der Dienstgradgruppe der Generale (außer Sanitätsoffiziere und Marineuniformträger) sind gemäß ZDv 10/8 stets mit „Herr General“ anzureden. Ärzte in Heeres- oder Luftwaffenuniform der Dienstgradgruppe der Generale sollen gemäß ZDv 10/8 mit „Herr Generalarzt“ angeredet werden. Die Anrede der entsprechenden Sanitätsoffiziere mit der Approbationsrichtung Pharmazie ist in der Praxis üblicherweise „Herr Generalapotheker“.

Anrede der Marineuniformträger

Analog zu Heeresuniformträgern werden alle Marineuniformträger (außer Sanitätsoffiziere) aus der Dienstgradgruppe der Generale gemäß ZDv 10/8 mit „Herr Admiral“ angeredet, entsprechende Sanitätsoffiziere der Fachrichtung Zahn- und Humanmedizin nach ZDv 10/8 mit „Herr Admiralarzt“. Für Marineuniformträger der Dienstgradgruppe der Stabsoffiziere lautet die dienstliche Anrede gemäß ZDv 10/8 „Herr Kapitän“; in der Praxis werden marineuniformtragende Sanitätsoffiziere der Dienstgradgruppe der Stabsoffiziere weiter mit ihrem eigentlichen Dienstgrad statt mit „Herr Kapitän“ angeredet. In der ZDv 10/8 wird außerdem explizit auf das in der Umgangssprache der Marine gebräuchliche „Herr Kaleu“ als Kurzform für „Herr Kapitänleutnant“ hingewiesen.In der Marine ist es in der mündlich-informellen Anrede traditionell außerdem üblich, „Kapitän“ wie „Kap'tän“ auszusprechen. Der Zusatz „zur See“ (Leutnant zur See usw.) wird in der (mündlich-informellen) Anrede grundsätzlich weggelassen. In den Seestreitkräften ist es üblich, dass höherrangige Soldaten, insbesondere Vorgesetzte, Soldaten niedrigeren Ranges wie im zivilen Sprachgebrauch und ähnlich wie in anglophonen Marinen mit ihrem Nachnamen und vorangestelltem „Herr“ anreden.

Anrede weiblicher Soldaten

Für weibliche Soldaten gelten ebenfalls die oben dargestellten Dienstgradbezeichnungen. Die Deklination nach Genus unterbleibt also. Korrekte Anreden sind beispielsweise: „Frau Panzergrenadier“, „Frau Hauptmann“, „Frau Stabsgefreiter“ und „Frau Oberstabsarzt“. Außerhalb des formalen Kontextes werden zuweilen auch innerhalb der Bundeswehr einige Dienstgradbezeichnungen – bei denen es dem zivilen Sprachverständnis nach sinnvoll erscheint – in die weibliche Form überführt, wenn man das Geschlecht besonders hervorheben möchte.


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