Geistliches Ministerium - Das Geistliche Ministerium In Der Reichskirchenverfassung 1933

Die Verfassung der Deutschen Evangelischen Kirche vom 11. Juli 1933 übernahm den Namen für ein ganz anderes Gremium: Dieses Geistliche Ministerium sollte dem neuen Reichsbischof zur Seite stehen und in Gemeinschaft mit ihm die Reichskirche leiten. Artikel 7 bestimmte: Das Geistliche Ministerium ist berufen, unter Führung des Reichsbischofs die Deutsche Evangelische Kirche zu leiten und Gesetze zu erlassen. Das Gremium sollte aus drei Theologen und einem Juristen bestehen. Der Reichsbischof sollte die Mitglieder frei ernennen können, bei den Theologen allerdings das in der Deutschen Evangelischen Kirche lebendige Bekenntnisgepräge berücksichtigen. Am Rande der Nationalsynode in Wittenberg berief Ludwig Müller am 27. September 1933 die Theologen Simon Schöffel, Joachim Hossenfelder, Otto Weber sowie den Juristen Friedrich Werner als Mitglieder dieses Geistlichen Ministeriums. Paul Walzer war von Februar bis April 1934 mit dem Amt eines rechtskundigen Mitgliedes betraut. Durch die Ereignisse des Kirchenkampfes wurde das Geistliche Ministerium nie richtig wirksam; im März 1934 verlor es durch Verordnung seine kirchenleitenden Funktionen.


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