Hellar Grabbi - Leben Und Werk

Hellar Grabbi wurde als älterer Sohn des estnischen Militärs Herbert Felix Grabbi (1896–1942) geboren. Er floh 1944 vor der (zweiten) sowjetischen Besetzung Estlands nach Deutschland. Sein Vater war zwei Jahre zuvor von den Sowjets hingerichtet worden. 1949 ging er in die Vereinigten Staaten. 1959 schloss Grabbi an der Columbia University sein Studium ab. Von 1959 bis 1967 war Hellar Grabbi an der Library of Congress in Washington, D.C. beschäftigt. Von 1974 bis 1992 war er bei Radio Free Europe/Radio Liberty als Redakteur und Kommentator für Politik und Kulturfragen angestellt. Er war eine der bekanntesten Stimmen der exilestnischen Gemeinde in den USA. Von 1955 bis 1964 arbeitete Grabbi als Redaktionsmitglied der exilestnischen Zeitschrift Vaba Eesti („Das freie Estland“) und war ab 1965 Herausgeber der Zeitschrift Mana („Zauber“), die in Toronto erschien. Von 1965 bis 1999 stellte er estnische Literatur in der Zeitschrift Books Abroad/World Literature Today vor, deren Chefredakteur der Exileste Ivar Ivask war. Grabbi hat die Werke zahlreicher estnischer Schriftsteller im Ausland herausgegeben. Hellar Grabbi ist Verfasser zahlreicher Beiträge zur zeitgenössischen Politik und Kultur Osteuropas. Unter anderem übersetzte er Milovan Đilas' Die neue Klasse. Eine Analyse des kommunistischen Systems. ins Estnische.


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