Ingeln-oesselse - Geschichte

Ingeln wurde erstmals 1162 urkundlich erwähnt und gehörte damals zu Ostfalen. Später wurde das Dorf der Grundherrschaft des Michaelisklosters in Hildesheim übergeben. Im 15. Jahrhundert ging Ingelns Nachbardorf Delm unter, die Bewohner flüchteten und die meisten wurden in Ingeln ansässig. Zum Gedenken an Delm stehen an seinem damaligen Standort drei Eichen, die auch im Ingelner Wappen an dieses Dorf erinnern. Auch im Norden Ingelns steht ein Denkmal für ein untergegangenes Dorf namens Bokum, das in den frühen Urkunden "Bodeken" genannt wird. An diesen Ort erinnert die Bokumer Straße. Anfang des 20. Jahrhunderts hatte Ingeln knapp 300 Einwohner, im März 2014 lebten in dem Doppeldorf Ingeln und Oesselse insgesamt 3900 Einwohner. Oesselse wurde erstmals im Jahr 1022 unter dem Namen Oslevessen in den Stiftungsurkunden des Michaelisklosters in Hildesheim urkundlich erwähnt. Oesselse ist als Haufensiedlung in einer Senke nördlich der heutigen Gleidinger Straße entstanden. Der alte Ortskern wird umschlossen von der Gleidinger Straße, der Rotdornallee und der Straße Im Eichengrund. Die Siedlungserweiterung entlang der Bergstraße stammt aus dem 19. Jahrhundert. Im Ortskern prägen neben der Kirche und dem Pfarrhaus die landwirtschaftlichen Gebäude das Dorfbild. Einige Fachwerkbauten in Vierständerbauweise stammen aus dem 18. Jahrhundert. Um 1900 sind mehrere Hofanlagen durch Dreiseithöfe und ihre alte Bausubstanz durch Wohn- und Wirtschaftsgebäude in der Ziegelbauweise ersetzt worden. Im Süden stand ursprünglich eine Bockwindmühle aus dem Jahr 1630, die später im Jahr 1860 durch eine neue Bockwindmühle ersetzt wurde. Diese Bockwindmühle wurde im Herbst 1987 durch einen Brand zerstört. Nach dem Jahr 1945 entstanden Neubauten im Westen und im Nordosten von Oesselse. Seit dem Jahr 1980 wurden auch im alten Ortskern neuzeitliche Gebäude errichtet. Seit dem Jahr 2004 entstanden vor allem im Westen und im Süden von Oesselse neue Wohngebiete. Die ehemaligen Gemeinden Ingeln und Oesselse wurden bei der Gebietsreform am 1. März 1974 eingemeindet und zur Ortschaft Ingeln-Oesselse zusammengefasst. Davor gehörten sie zum Landkreis Hildesheim-Marienburg. Ein Ingeln-Oesselse gab es bereits 1937, in Form der NSDAP-Ortsgruppe Ingeln-Oesselse. Davor gehörten Ingeln und Oesselse zur NSDAP-Ortsgruppe Gleidingen. Der Zuspruch innerhalb der Einwohnerschaft war allerdings gering. Laut Propaganda der Ortsgruppe hatte sie 50 Mitglieder. Nicht sonderlich viel bei etwa 700 Einwohnern, insgesamt in beiden Ortsteilen, und das lässt sich nicht einmal durch eine andere Quelle belegen. Hier wurde gemogelt, damit man eine eigene NSDAP-Ortsgruppe gründen durfte. Das lässt sich durch zeitgenössische Unterlagen nachweisen.


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