Krüss Optronic - Unternehmensgeschichte

Die A.KRÜSS Optronic geht zurück auf die 1796 gegründete optische Werkstatt des aus Straßburg stammenden Mechanikers und Optikers Edmund Gabory. Sein Mitarbeiter und Schwiegersohn Andres Krüss eröffnete 1844 ein eigenes Unternehmen, das er A.Krüss Optisches Institut nannte und in dem er nautische Instrumente und Seekarten verkaufte. 1859 erweiterte Edmund Johann Krüss, Sohn von Andres Krüss, das Unternehmen um eine Linsenschleiferei und stellte fortan fotografische Objektive, Mikroskope und Projektionsgeräte, so genannte Nebelbildapparate, her. 1865 ließ sich Krüss seine weltbekannte "Laterna Magica", einen Vorläufer des Filmprojektors, patentieren. Die Produkte des Unternehmens wurden auf vielen internationalen Messen, zum Beispiel auf den Weltausstellungen in Paris (1855), London (1862), Chicago (1893), Paris (1900), Saint Louis (1904) und Brüssel 1910 mit einem Grand Prix ausgezeichnet. 1886 fusionierten die beiden bis dahin noch getrennt arbeitenden Unternehmen zu einer Firma. Von 1888 bis 1920 wurde das Unternehmen von Hugo Krüss geleitet, der Pionierarbeit auf dem Gebiet der theoretischen und praktischen Photometrie leistete. Sein Handbuch der elektrotechnischen Photometrie wird die Grundlage dieses Fachgebietes. Er wandelte das Unternehmen von einem Hersteller wissenschaftlicher Instrumente zu einem innovativen Wissenschaftsunternehmen und technologischen Schrittmacher, der auf seinem Gebiet Maßstäbe setzte. Als Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft Feinmechanik und Optik setzte Hugo Krüss sich auch gegenüber der Politik für diesen Industriezweig ein. Der Hamburger Senat ernannte ihn 1917 zum Professor, im folgenden Jahr erhielt er die Ehrendoktorwürde der Universität Göttingen. 1925 starb Hugo Krüss im Alter von 72 Jahren. Fünf Jahre nach seinem Tod ehrte ihn die Freie und Hansestadt Hamburg durch Widmung einer Straße im Stadtteil Barmbek. Hugos Sohn, Dr. Paul Krüss, trat 1904 im Alter von nur 24 Jahren in das Unternehmen ein und setzte das Werk seines Vaters fort. Als „Handwerksmeister mit Doktorhut“ entwickelte er physikalische Messverfahren und konstruierte auch die dazu erforderlichen Geräte. Paul Krüss führte das Unternehmen durch die stürmischen Zeiten des 20. Jahrhunderts. Nach dem Zweiten Weltkrieg übergab er die Führung an seinen Sohn Andres, der während des Wirtschaftswunders Neukunden aus aller Welt gewinnen konnte. Die Kontinuität in der Unternehmensführung blieb über das 20. Jahrhundert hinaus erhalten. Seit 1980 führt Martina Krüss-Leibrock die Firma in siebenter Generation. 2005 trat auch ihre Tochter Karin Leibrock in die Firma ein, so dass das Unternehmen nunmehr bereits seit acht Generationen von der Familie geführt wird. Anfang des Jahres 2009 bezog die A.KRÜSS Optronic ihr neues Firmengebäude in der Nähe des Hamburger Flughafens.


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