Nordstern (Versicherung) - Geschichte

1857 wurde in Hamburg eine See- und Flußversicherung „Nordstern“ gegründet. Die „Nordstern“ Lebens-Versicherungs-Actien-Gesellschaft wurde 1866 durch Berliner Bankiers gegründet, darunter Franz Mendelssohn, Gerson von Bleichröder, F. W. Krause, M. Plaut und Eduard von der Heydt. Bis 1872 hatte sie ihren Sitz im Gebäude der Mendelssohn-Bank Jägerstraße 52. Von 1871 bis 1901 wurde die „Nordstern“ durch Franz Gerkrath als Generaldirektor geleitet. Nach seinem Tode 1901 übernahm sein Sohn Albrecht Gerkrath (1872–1909) seine Nachfolge. Robert Hackelöer-Köbbinghoff übernahm das Amt in den Jahren von 1909 bis zu seinem Tod im Jahr 1924. 1924 wurde Hans Riese Generaldirektor. Während der Deutschen Bankenkrise im Mai 1931 geriet die „Nordstern“ in Schieflage. Am 30. Mai gab der Versicherungskonzern einen Verlust von 28 Millionen Reichsmark bekannt und die Kreditkündigungen nahmen zu. Von 1931 bis 1961 war Edgar Schnell Generaldirektor der Nordstern Allgemeinen Versicherung und ab 1949 auch der Nordstern Leben. Die Nordstern Allgemeine eröffnete neben Berlin einen zweiten Hauptsitz in Köln, die Nordstern Leben kam danach über Bremen auch nach Köln. Im Geschäftsjahr 1954 lag die Gesamtprämieneinnahme bei rund 80 Millionen D-Mark. 1964 lag die Gesamtprämieneinnähme bei 224 Millionen D-Mark. Nach Zuführung der Spezialrücklagen aus dem Gesamtüberschuss betrug der Reingewinn 1964 2,2 Millionen D-Mark.1995 wurde sie von der Colonia Versicherung gekauft. Anschließend wurde der Zusammenschluss von der Axa übernommen.An die „Nordstern“-Versicherung erinnern noch drei denkmalgeschützte Verwaltungsgebäude in Berlin: das Nordsternhaus (1914) in Berlin-Schöneberg, der spätere Hauptsitz (1936) am Fehrbelliner Platz in Berlin-Wilmersdorf und Fassadenreste des Gebäudes der Nordstern-Lebensversicherung (1901) in der Mauerstraße 36 in Berlin-Mitte.


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