Polizeiruf 110: Gespenster - Kritik

Die Nürnberger Nachrichten lobten, dass der BR „weder Kosten noch Mühen gescheut [hat], ein großes, anderthalb Stunden langes Fernsehspiel auf die Beine zu stellen“. Die Figur der Antonia Reiser sei jedoch vor allem zickig, der Krimi komme nicht „auf Touren“ und präsentiere mit der Todesposaune von Marseille eine Erfindung, die es nie gegeben habe. Zentrale Abläufe, wie den Grund für die Bedrohung des Richters, erfahre der Zuschauer „auf weit verzweigten Umwegen“, Motivationshintergründe von Reisers Mutter blieben gänzlich im Dunkeln. Gespenster sei voller „ Militaria-Schwelgerei“ und habe wagnerianischen Touch.Die Süddeutsche Zeitung nannte die Handlung des Films „Wirrwarr, Chaos“, so vermische er Vergangenheitsbewältigung, Kriminalhandlung, Komödienelemene und könne auch als „Mutter-Tochter- Melodram mit Psycho-Akzenten“ angesehen werden. Dank Leslie Malton, die ihre vielfältig charakterisierbare Antonia Reiser jedoch souverän spielte, „entstand dann doch noch ein Film, der fesselte, der Witz und Tempo besaß“. Auch Peter Hoff lobte das engagierte Spiel Leslie Maltons, kritisierte jedoch die klischeelastige Sicht auf die ehemalige DDR und den Umstand, dass die Handlung „zu keinem so recht befriedigendem Schluß gebracht wurde“.


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