Reinhold Fanz - Spielerkarriere

Fanz absolvierte als Spieler 70 Bundesligaspiele (3 Tore) und 116 Zweitligaspiele (13 Tore). Fanz' erste Vereine waren Amicitia Viernheim und der SV Sandhausen. Sein Vater Reinhold Fanz senior war einer der besten Akteure des SV Waldhof Mannheim in den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg in der Fußball-Oberliga Süd. Er absolvierte von 1945 bis 1951 für Waldhof 130 Ligaspiele mit 32 Toren. Bereits im Jahr 1939 stand der 19-Jährige mit Waldhof im Finale um den Tschammer-Pokal. Der talentierte Mittelfeldspieler Fanz junior gehörte bereits 1971/72 dem Kader der nordbadischen Verbandsauswahl im Amateurländerpokal-Wettbewerb an. In den Spielen gegen das Saarland und im Halbfinalrückspiel am 30. April 1972 in Mannheim gegen Bayern kam er erstmals zum Einsatz. Beim 2:1-Finalsieg am 11. Mai gegen Niedersachsen war er dagegen nicht aktiv. Das konnte er aber im folgenden Jahr nachholen. Nordbaden trug am 31. Mai 1973 in Neuß das Endspiel gegen den Niederrhein – der Gastgeber trat mit Rudi Seliger, Jochen Abel und Werner Schneider an – aus und das Spiel endete nach Verlängerung mit 1:1-Remis. In der 12. Minute hatte der Mittelfeldakteur des SV Sandhausen, Reinhold Fanz, die Nordbaden-Auswahl – mit den Akteuren Eugen Ehmann, Jürgen Weidlandt, Gernot Rohr, Gerd Störzer – mit 1:0 in Führung gebracht. Wegen Terminschwierigkeiten des Niederrheins wurde Nordbaden zum Länderpokal-Sieger 1973 erklärt. Mit dem SV Sandhausen belegte Fanz 1973/74 in der 1. Amateurliga Nordbaden punktgleich mit dem Karlsruher FV, FC Dossenheim und dem 1. FC Pforzheim den vierten Rang. Im Sommer 1974 wechselte er zum VfR Heilbronn in die neu eingerichtete Zweite Bundesliga. Da die Heilbronner – zunächst mit Trainer Željko Čajkovski und ab November 1974 Rudolf Faßnacht – schon nach einem Jahr abstiegen, erfolgte 1975 der nächste Wechsel zum Wuppertaler SV. Im Bergischen Land kam er unter Trainer Diethelm Ferner und an der Seite von Günter Pröpper mit dem WSV auf den 5. Rang in der Nord-Gruppe und absolvierte dabei 38 Spiele mit drei Toren. In seiner zweiten Saison im Stadion am Zoo belegte er 1976/77 hinter St. Pauli und Arminia Bielefeld den dritten Rang. In den zwei Jahren in Wuppertal hatte Fanz sich in das Blickfeld der Fußball-Bundesliga gespielt und so wechselte er zur Saison 1977/78 in die Bundesliga zu Fortuna Düsseldorf. Mit den zwei weiteren Neuzugängen Flemming Lund (RW Essen) und Herbert Zimmer (SWE) begann Fanz bei der Fortuna unter Trainer Dietrich Weise seine Bundesliga-Laufbahn. Sein Bundesliga-Debüt hatte er am 12. August 1977 bei der 1:2-Auswärtsniederlage gegen Werder Bremen. Düsseldorf belegte den fünften Rang in der Bundesliga und die Stammformation in der Defensive bildeten Heiner Baltes, Gerd Zimmermann, Gerd Zewe und Dieter Brei. Der Mann aus Nordbaden absolvierte in seiner ersten Düsseldorfer Saison 15 Bundesligaspiele und kam zusätzlich im DFB-Pokal 1977/78 in den Spielen gegen den FC St. Wendel, Rot-Weiss Essen und Eintracht Braunschweig zum Einsatz. Im mit 0:2 Toren verlorenen Finale am 15. April 1978 gegen den 1. FC Köln kam er nicht zum Zuge. Unter dem neuen Trainer Hans-Dieter Tippenhauer kamen 1978/79 in der Bundesliga 19 Spiele mit zwei Toren hinzu. Seinen größten sportlichen Erfolg konnte Fanz 1979 im DFB-Pokal feiern. Er war aktiv beteiligt bei den Erfolgen gegen den VfR Heilbronn, MSV Duisburg, Bayer 04 Leverkusen, im Halbfinale gegen den 1. FC Nürnberg und stand auch in der Endspielformation am 23. Juni 1978 in Hannover gegen Hertha BSC. Mit einem 1:0-Sieg nach Verlängerung wurde der Pokal nach Düsseldorf geholt. Fanz erhielt jedoch keinen neuen Vertrag und legte ab November 1979 eine Zwischenstation beim Freiburger FC in der 2. Fußball-Bundesliga ein. Seinen Einstand gab Fanz für die Mannschaft vom Möslestadion am 18. November 1979 beim Lokalderby gegen den SC Freiburg. Mit den Mitspielern Hans Ettmayer, Karl-Heinz Schulz und Heinz Wilhelmi erreichte er am Rundenende den neunten Rang. In 19 Einsätzen hatte er sein Leistungsvermögen demonstriert und der Bundesligaaufsteiger Karlsruher SC – die Nordbadener erreichten den Aufstieg nach zwei Relegationsspielen gegen den Nordvize Rot-Weiss Essen – verpflichteten für die Bundesliga den im Mittelfeld und in der Abwehrzentrale verwendbaren Fanz. Trainer Manfred Krafft eröffnete die Runde 1980/81 am 16. August 1980 im Heimspiel gegen FC Bayern München (0:3) mit dem Neuzugang im Mittelfeld. Überraschend gut, auf dem 10. Platz, schloss die Aufsteiger-Mannschaft aus dem Wildparkstadion die Runde ab. Fanz gehörte mit 32 Einsätzen zum engen Kreis der Stammelf. Nach dem vierten Spieltag der Runde 1981/82, den 26. August 1981, der KSC gewann das Heimspiel gegen Arminia Bielefeld mit 2:1 Toren und Klaus Theiss ersetzte nach der Halbzeit den schwer verletzten Fanz, war die Saison aber für Fanz erledigt. Nach einem Schienbeinkopf-Trümmerbruch samt Kreuzbandriss und Riss von Innen- und Außenband am linken Bein im August 1981 musste er seine Profikarriere als Sportinvalide vorzeitig beenden. Ein Comeback gelang nicht mehr und so verließ Fanz 1983 den Karlsruher SC. In der Saison 1983/84 spielte Fanz noch einmal für den SV Sandhausen in der Amateur-Oberliga Baden-Württemberg.


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