Stefan Jäger (Regisseur) - Leben Und Wirken

Stefan Jäger studierte an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg Drehbuch und Regie und schloss die Ausbildung im Januar 1997 mit Diplom ab. Seit 2002 ist er selber als Dozent für Regie an der Filmakademie tätig. Seit 2009 wirkt er zudem als Dozent für Dramaturgie und Drehbuch an der ZHdK sowie als Dozent für Schauspiel an der Hochschule der Darstellenden Künste in Stuttgart. 2011 unterrichtete er zudem auf Einladung der Schweizer Botschaft und des Goethe Instituts an der Blue Nile Film Academy in Addis Abeba (Äthiopien); diese Zusammenarbeit wurde mit der Realisierung des abendfüllenden Kinospielfilms Horizon Beautiful fortgeführt. Bereits während seiner Erstausbildung am Lehrerseminar in Luzern etablierte sich Jäger als freischaffender Dokumentar- und Kurzfilm-Regisseur an zahlreichen Festivals. Mit seinem zweiten Kinospielfilm birthday (2000), der ausschliesslich über Improvisation erarbeitet wurde, gewann er am Max Ophüls-Festival den Publikums- und den Drehbuchpreis, der Film wurde mit dem Prädikat «besonders wertvoll» versehen. 2001 inszenierte Stefan Jäger für das Schweizer Fernsehen und den Bayrischen Rundfunk das Bergdrama Im Namen der Gerechtigkeit, das in mehrere Länder verkauft wurde. 2002 inszenierte er am Zürcher Schauspielhaus das Theaterstück 57’ 38’’ Ewigkeit, das er gemeinsam mit der deutschen Schauspielerin Bibiana Beglau geschrieben hat und das von einem Lawinenunglück erzählt. In den Jahren 2002 und 2003 realisierte Stefan Jäger zusammen mit Peter Jäger die Dokumentar-Serie Cyrill trifft für das Schweizer Fernsehen sowie einen gleichnamigen Kinofilm; darin werden Interviews gezeigt, welche der an Trisomie 21 leidende Cyril mit Prominenten führt. Das von Stefan Jäger 2007 inszenierte Sterbehilfe-Drama Hello Goodbye feierte am 3. Zurich Film Festival Premiere, gewann am Max Ophüls Festival in Saarbrücken den Interfilmpreis und am FilmKunstFest in Schwerin den Regiepreis. Sein auf Italienisch gedrehter Film Boxing Jesus lief im Frühling 2008 in den Kinos. Jägers Fernsehfilm Hunkeler und der Fall Livius (eine Koproduktion von SRF mit ARTE) wurde Ende 2009 ausgestrahlt und mit dem Preis für den Besten Schweizer Fernsehfilm ausgezeichnet. 2010 und 2011 konzipierte und realisierte Jäger im Auftrag des Schweizer Fernsehens die mehrteiligen Doku-Serien SF bi de Lüt – Schloss Biberstein und SF bi de Lüt – Das kleine Paradies. 2014 realisierte Stefan Jäger den ersten Schweizer Found Footage-Horrorfilm 11:23 - 09:59 (Projekt Angst), der seine Welturaufführung am 10. Zurich Film Festival feierte. Im Herbst 2014 drehte er in Japan und in der Schweiz den Kinofilm Der grosse Sommer mit Mathias Gnädinger in der Hauptrolle, welcher der erfolgreichste Deutschschweizer Kinofilm des Jahres 2016 war. Unmittelbar nach dem Tod von Gnädinger realisierte Jäger den Dokumentarfilm Mathias Gnädinger – Die Liebe seines Lebens über den beliebten Schauspieler. 2016 produzierte Jäger zudem den Spielfilm-Erstling Blue my mind von Lisa Brühlmann, der 2017 Premiere feierte. Jäger ist Mitglied der Schweizerischen und der Europäischen Filmakademie.


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