Tschernyschewka (Kaliningrad) - Kirche

Kirchspiel

Die überwiegend evangelische Bevölkerung Groß Beynuhnens war zwischen 1607 und 1647 in das Kirchspiel Dombrowken (1938–1945 Eibenburg, heute polnisch: Dąbrówka) eingepfarrt, dann zu Trempen (heute russisch: Nowostrojewo), ab 1727 zum Kirchspiel Szabienen (1938–1945 Lautersee, heute polnisch: Żabin), 1825 erneut zu Trempen und zuletzt wieder zu Dombrowken, und gehörte somit bis 1945 zum Kirchenkreis Darkehmen (1938–1946 Angerapp, heute russisch: Osjordk) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Der letzte deutsche Geistliche war Pfarrer Erich Wisotzki. Heute liegt Tschernyschewka im Einzugsbereich der evangelischen Gemeinde der Salzburger Kirche in Gussew (Gumbinnen), die zur Propstei Kaliningrad der Evangelisch-Lutherischen Kirche Europäisches Russland (ELKER) gehört.

Kirchengebäude

Im Jahre 1725 veranlasste Graf Alexander von Dönhoff (1683–1742) in Groß Beynuhnen eine eigene Pfarrkirche zu errichten, die speziell für die Kirchenglieder reformierter Konfession bestimmt sein sollte. Sie wurde auf einer kleinen Anhöhe errichtet und 1739 eingeweiht. Der Turm reichte lediglich bis zum Dach. Neben der Kirche wurde ein Predigerhaus errichtet. Im Jahre 1819 – nach Einführung der Union – wurde die Kirche überflüssig und abgerissen, ihre Glocken kamen an die Kirche in Szabienen (heute polnisch: Żabin). Die Kirche gehörte zur reformierten Inspektion Königsberg (Preußen) (heute russisch: Kaliningrad), und die Gemeinde setzte sich vor allem aus reformierten Kirchengliedern in den Kirchspielen Dombrowken und Trempen zusammen. =

Pfarrer

= Als reformierte Pfarrer amtierten an der Kirche in Groß Beynuhnen:Johann Konrad Frank, 1721–1731, Johann Georg Ulrich, ab 1731, NN. Giegelsberger, bis 1762. Danach blieb die Pfarrstelle unbesetzt und reformierte Nachbarpfarrer wurden tätig. Die letzten beiden Gottesdienste im Jahre 1819 hielt der Superintendent und spätere Konsistorialrat Johann Ernst Lüls, der damals in Göritten (heute russisch: Puschkino) im Kreis Stallupönen (1938–1946 Ebenrode) Dienst tat.


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