Weißiger Schloss - Parkanlage

Der zum Weißiger Schloss gehörende waldartige Landschaftspark ist 5,2 Hektar groß. Am Hauptweg des Parks befindet sich etwa 150 Meter östlich vom Schloss ein neogotisches Mausoleum, das die Familie von Zehmen als Familienbegräbnisstätte von 1842 bis 1844 errichten ließ. Den spitzbogigen Eingang zum Vorhof zieren oberhalb die Wappen des 1899 verstorbenen Moritz Oskar von Zehmen und seiner zweiten Ehefrau Thekla von Wolfersdorff. Über dem Portal prangt das Familienwappen mit blauen und weißen Karos. Links und rechts ist es mit den Inschriften „G.v.Z. 1844“ bzw. „G.v.Z. 1938“ bezeichnet. Erstere verweist auf das Jahr der Fertigstellung des Baus unter Georg Christian Ludwig von Zehmen (1776–1844), der noch im selben Jahr in der Gruft beigesetzt wurde. Die zweite Inschrift „G.v.Z. 1938“ erinnert an das Jahr einer Renovierung unter Georg von Zehmen, dem letzten Schlossherrn seines Hauses. Zu beiden Seiten der mächtigen aus Eichenholz gefertigten Eingangstür wurde das Mausoleum mit je einem vergitterten Fenster versehen. Der schlicht gestaltete Innenraum misst 4,20 mal 4,20 Meter und ist etwa fünf Meter hoch. Die Seitenwände gehen nach oben hin in drei gotische Spitzbögen über, die in Raummitte zusammenfinden. An der linken Seitenwand befindet sich ein 1,80 Meter hoher und etwa ein Meter breiter Grabstein mit Sandsteinrelief, auf dem Hans Heinrich von Luttitz (gest. 1648) als lebensgroßer Ritter mit schulterlangem, lockigem Haar dargestellt ist. Der Grabstein stammt aus der Kamenzer Hauptkirche St. Marien und wurde um 1840 nach Weißig gebracht. Eine zum Teil verwitterte Inschrift am unteren Rand des Steins verkündet: Nach dem Zweiten Weltkrieg diente das Mausoleum der Gemeinde Weißig zeitweilig als Leichenhalle. 1983 und 1984 wurden die Außenfassade und der Innenraum renoviert. Von 2000 bis 2001 wurde die unter Denkmalschutz stehende Gruft unter der Leitung eines ortsansässigen Restaurators von Weißiger Bürgern ein weiteres Mal erneuert. In unmittelbarer Nähe des Mausoleums steht ein schlichtes Denkmal aus Granit mit gusseiserner Inschriftplatte. Es wurde im Jahr 1818 anlässlich des 75. Geburtstags von Heinrich Ludwig von Zehmen (gest. 1832) an dessen Lieblingsplatz im Park aufgestellt.


Diese Artikel könnten Dich auch interessieren:

★ Weißiger Schloss - Zusammenfassung ★ ★ Weißiger Schloss - Geschichte ★ ★ Weißiger Schloss - Baubeschreibung ★ ★ Weißiger Schloss - Innenausstattung ★ ★ Weißiger Schloss - Parkanlage ★

Weitere Artikel →

This text is licensed under Creative Commons Attribution-Share-Alike License 3.0. See more / Authors